Gegenwart / Mühlenberg

Der Stadtteil Mühlenberg

Die junge Geschichte des Stadtteiles Mühlenberg

Der Stadtteil Mühlenberg, zwischen der B 217 und B 65 gelegen, gehört zu den jüngsten Wohnbezirken Hannovers.

Am 31. August 1965 wurde der Grundstein für die Volksschule (heute Grundschule) an der Leuschnerstraße gelegt und galt als symbolische Grundsteinlegung für das gesamte Wohngebiet. Es sollten 6.000 Wohnungen und die verschiedenen öffentlichen Einrichtungen für ca. 20.000 Menschen entstehen. Der erste Bebauungsplan sah noch vierzehngeschossige Häuser vor. Später wurde ein neuer Bebauungsplan erstellt und Korrekturen‚ auch bezüglich der Geschosshöhe‚ vorgenommen. Heute leben auf dem Mühlenberg etwa 7.000 Menschen verschiedener Nationalitäten.

Mühlenberg im Herbst (2003)

Die ersten Häuser wurden im November 1966 bezogen. Den Namen Mühlenberg hat das Siedlungsgebiet nach der Wettberger Mühle erhalten. D. h., bei der Beschlussfassung im Rat der Stadt Hannover‚ dieses Gebiet zu bebauen wurde der Name einfach übernommen. Lange vor der Bebauung, nämlich während der Zeit des Nationalsozialismus gab es das Mühlenberglager, in dem KZ-Häftlinge untergebracht waren. Folgerichtig und gegen das Vergessen erhielten Straßen und Plätze Namen von Widerstandskämpfern des 3. Reiches.

Die ersten Mühlenbergbewohner galten als die Pioniere der Neubausiedlung; sie waren jahrelang mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Es fehlte an allem: Keine Einkaufsmöglichkeiten, miserable Verkehrsanbindung, Arzte fehlten ebenso wie der Friseur, von Kindergärten, sportlichen, kulturellen und Bildungseinrichtungen sowie Lokaliäten ganz zu schweigen. In zähem Ringen gelang es Bürgerinitiativen‚ gelegentlich nach diversen öffentlichen Protestveranstaltungen‚ Politik und Verwaltung zu bewegen, für Abhilfe zu sorgen.

Allmählich wurde dieses Wohngebiet zu dem, was es heute ist: Ein lebendiger Stadtteil mit allem, was dazu gehört: Kindergärten, Schulen, Wohnbereiche für ältere Mitbürger, Stadtteil- und Schulbücherei, Freizeitheim mit diversen Angeboten, Sportanlagen, Jugendfreizeitbereiche, Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe, Arztpraxen, Apotheken‚ Kleingärten, das Okumenische Kirchenzentrum‚ vor dem der gläserne Kreuzturm vom Christus-Pavillon auf der Expo seinen Platz gefunden hat. Eine rege Bürgerschaft, die in der Arbeitsgemeinschaft der Mühlenberger/Bornumer Vereine und Verbände ihre Aktivitäten koordinert trägt darüber hinaus dazu bei, Freizeitmöglichkeiten anzubieten, zu nutzen.

Nachdem die wichtigsten Einrichtungen vorhanden waren, bemühten wir uns darum, den Mühlenberg durch vermehrte Anpflanzung von Büschen und Bäumen zu verschönern.

Heute laden Grünflächen‚ Kleingartenanlagen, Baumalleen zu erholsamen Spaziergängen - und da der Wind überwiegend aus westlicher Richtung kommt - bei bester hannoverscher Luft, ohne störenden Autoverkehr und -lärm ein. Und allen Negativberichten zum Trotz:
Im Stadtteil Mühlenberg kann man nicht nur wohnen, sondern gut leben.

Wollen Sie mehr erfahren? Unser Tipp: Die Chronik "30 Jahre Mühlenberg" ist im Freizeitheim Mühlenberg erhältlich.

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Wettberger Mühle
Die Wettberger Mühle, Mitte 1985
Schollweg, 1971
Blick vom Schollweg Richtung Benther Berg, ca. 1971
Terrassenhaus
Terrassenhaus
Marktplatz
Mühlenberger Marktplatz
Das KZ Mühlenberg
Der Text und die Fotos wurden uns freundlicherweise von Sigrid Eichstädt zur Verfügung gestellt